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6. August 2017

Begierde

Begierde kommt von Gier. Wir wollen immer mehr und mehr und kriegen nicht genug. Dann häufen wir Material oder im Beispiel von Sucht, Gift an und benötigen Unmengen von Energie, um damit zu arbeiten.
Material muss gepflegt und gewartet werden, sei es ein Auto oder eine Gitarre. Besitz erfordert also viel Aufmerksamkeit. Im Yoga gibt es Yamas, geistige Einstellungen und Aktivitäten, die man pflegen soll und eines davon ist Aparigraha, was so viel bedeutet, wie “Auf das Überflüssige verzichten”.
Dies möchte ich dir ans Herz legen. Brauchst du die neueste DVD von einem Film wirklich oder kann es einmal ein zweistündiger Waldspaziergang an einem schönen Sommerabend sein?
Aparigraha darf jedoch nicht so weit gehen, dass wir auf Notwendiges verzichten – Nahrung und Kleidung (zumindest solange wir noch keine Lichtmenschen sind – ob das wohl möglich ist?).
Zusätzlich zu diesen Dingen benötigen selbst spirituelle Menschen noch Werkzeuge. Ich nenne sie gerne “Erleuchtungswerkzeuge“, das sind Unterrichtsmaterialien, die den Menschen ins Hier und Jetzt führen. Das ist das Ziel, mehr nicht. Solche Materialien können im Fall eines Musikers sein Instrument, ein Buch, sowie im Falle der Kampfkunst eine Waffe. Bei den Samurai war das Schwert immer ein schützendes Schwert. Diese Werkzeuge sind von wichtiger Bedeutung, solange wir damit arbeiten. Sie sollten jedoch niemals als unser Besitz angesehen werden, vielmehr hat sie das Universum uns zur Verwaltung zur Verfügung gestellt. Sie dürfen niemals zweckentfremdet werden.

Wie löst man sich jetzt von den Begierden?

  1. man muss sich ihnen bewusst werden. Das gelingt nur, indem man achtsam durch den gesamten Tag geht, ohne jegliche Bewertung. Man tritt hierzu einen Schritt zurück und betrachtet einfach was  passiert. Sei es im Geist oder im Körper.
  2. man reflektiert seine Gewohnheiten.
  3. man lässt los was einem nicht mehr passt.

Warum schreibe ich darüber?

Weil das Leben leichter wird, wenn man gezielt seine Werkzeuge einsetzt und mit weniger Besitz auskommt.

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